Hauptamtliche Koordination für "Lesefreunde"


Der Migranten- und Integrationsbeirat unterstützte auch im Jahr 2010 die Weiterentwicklung des Projektes „Bamberger Lesefreunde“ zur Sprach- und Leseförderungen, das auf Erfahrungen eines ähnlichen Projektes in Nürnberg basiert und auf Initiative des MIBs bereits im Jahr 2008 auf der 1. Bamberger Integrationsmesse vorgestellt worden war. Der Beirat unterstützte die Arbeit des AK „Lesefreunde“, in dem engagierte Bambergerinnen und Bamberger die Realisierung des Projektes in der Stadt zum Ziel gesetzt haben.


So fand im März eine zweite Schulung von ehrenamtlichen Vorleser/innen statt, Bei diesen Schulungen nahmen insgesamt ca. 40 engagierte ehrenamtliche Vorleserinnen und Vorleser teil. Die geschulten ehrenamtlichen Vorleserinnen und Vorleser wurden teilweise an Kindereinrichtungen vermittelt, wo sie mit den Kindern in Kleingruppen nach dem „Dialogischen Prinzip“ vorlesen. Somit wird den Kindern einerseits die Freude an Lesen vermittelt und andererseits werden sie in ihrer Erst- und Zweitsprache gefördert. Das Projekt weitete sich aus, so dass es nicht mehr ehrenamtlich zu bewerkstelligen war.

Nachdem der Arbeitskreis Bildung des Runden Tisches für Integration das Projekt als wichtige Maßnahme empfohlen hatte, stellte die Stadt Bamberg die finanzielle Unterstützung für die Einrichtung einer Teilzeitstelle (15 Std./Woche) zur Koordinierung des Projektes im Rahmen des FLIPs (Flächenübergreifendes Integrationsprojekt der Stadt Bamberg) zur Verfügung.

Ab Juli 2010 übernahm der Migrationssozialdienst der AWO die Trägerschaft des Projektes, das weiterhin vom Migranten- und Integrationsbeirat und dem AK „Lesefreunde“, der ehrenamtlich viel für die Entwicklung des Projekts getan hat, unterstützt wird.
Seit September 2010 koordiniert Frau Nursen Ergin das Projekt.

Das Projekt wurde vernetzt und bei vielen Gremien vorgestellt. Es bekam stets positive Rückmeldungen. Da die Nachfrage der Kindereinrichtungen zugenommen hat, wird im Februar 2011 eine neue Schulung für ehrenamtliche Vorleserinnen und Vorleser angeboten. Das Projekt stoßt zunehmend auch außerhalb Bamberg auf Interesse.
Im Januar 2011 werden es 15 Kindergärten in Bamberg und jeweils ein Kindergarten in Bischberg, in Strullendorf und in Altendorf sein, in denen vorgelesen wird. vorgelesen bzw. wird ab Januar vorgelesen.

Weitere lesefördernde Angebot wie Lesenachmittage, zweisprachige Lesungen in der Stadtbücherei Bamberg, im Stadtteiltreff Gereuth und im Mehrgenerationenhaus Mutterzentrum Känguruh sowie in Schulen und Mittagsbetreuungen sind geplant.

Für aktuelle Informationen siehe auch http://www.awo-bamberg.de


20. Oktober 2009: Pressemitteilung zur Informationsveranstaltung in der Stadtbücherei (zum Artikel...)

Im November 2008 wurde das Projekt „Lesefreude für Bamberg“ aus der Taufe gehoben. Ab Mitte des Jahres 2009 engagieren sich die Mitglieder des zugehörigen Arbeitskreises in Bamberger Kindergärten: Gemeinsam mit den Kindern werden Bilderbücher angeschaut und Geschichten vorgelesen, um anschließend mit den Kindern darüber zu sprechen. Im Mittelpunkt steht dabei nicht das Buch selbst, sondern der Dialog mit den Kindern.

Das in Nürnberg seit mehreren Jahren erfolgreich laufende Praxisprojekt fördert Sprache, Persönlichkeit und Phantasie der beteiligten Kinder. In Bamberg lesen die Ehrenamtlichen ein- bis zweimal in der Woche für ca. 30 bis 60 Minuten mit einer kleinen Gruppe von Kindern. Die Projektteilnehmer sind dabei bunt gemischt: Frauen und Männer, Omas und Opas, Schülerinnen und Schüler, Studentinnen und Studenten – alle, die Freude am Lesen und an der Arbeit mit Kindern haben. Neben deutschsprachigen Lesefreundinnen und Lesefreunden nehmen auch Personen teil, deren Muttersprache von zweisprachig aufwachsenden Kindern in den Kindergärten gesprochen wird.

Die Resonanz auf die erste Ausschreibung, bei der freiwillige "Lesefreunde und Lesefreundinnen" aller Altersgruppen als Vorleser gesucht wurden, war enorm: Aufgrund der großen Zahl an Rückmeldungen waren die Plätze für die einleitende, vom "Flächenübergreifenden Integrationsprojekt der Stadt Bamberg" finanzierte Schulung, mit der alle Freiwilligen für das Projekt qualifiziert werden, bereits nach kurzer Zeit ausgebucht. Das Organisationsteam plant deshalb, in absehbarer Zeit einen zweiten Schulungstermin für jene Interessierten anzubieten, die in der ersten Projektphase nicht berücksichtigt werden konnten. Teilnehmer, die beim ersten Durchlauf nicht dabei sein können, werden rechtzeitig über das Stattfinden des Folgetermins informiert.


Für Fragen zum Projekt steht der Migranten- und Integrationsbeirat der Stadt Bamberg allen Interessierten gerne zur Verfügung.

Zu unseren Kontaktdaten . . .


Das Praxisprojekt „Lesefreude durch Lesefreunde“

Das Sprachförderprogramm „Lesefreude“ wird in Nürnberg bereits seit mehreren Jahren erfolgreich unter der Federführung des dortigen Jugendamtes durchgeführt. Nach seiner Vorstellung auf der 1. Bamberger Integrationsmesse bildete sich ein Arbeitskreis aus engagierten Fachleuten und Interessierten, die sich eine Umsetzung in Bamberg zur Aufgabe gemacht haben. Wie sein Vorbild in Nürnberg setzt das Bamberger Praxisprojekt auf Freiwillige, die ein bis zweimal die Woche „ihre“ Kindertagesstätte besuchen, um dort einer kleinen Gruppe von Kindern vorzulesen. Im Gegensatz zum bloßen Vorlesen steht beim „dialogischen Lesen“ das Gespräch mit den Kindern im Vordergrund, um so spielerisch und unverkrampft Sprachförderung zu betreiben. Durch die aktive Einbeziehung der Kinder, ihrer Gedanken und ihrer Erfahrungen werden nicht nur die Sprachkompetenz, sondern auch Persönlichkeit und Phantasie und nicht zuletzt die Freude am Lesen gefördert. Da eine gute Sprachkompetenz im Deutschen bei zweisprachig aufwachsenden Kindern mit ihrer Entwicklung und Kompetenzen in ihrer nicht-deutschen Erst-/Herkunftssprache eng zusammenhängt, will das Projekt durch fremdsprachige Lesefreundinnen und -freunde die Kinder auch in diesen Sprachen und damit in ihrer sprachlichen Entwicklung insgesamt unterstützen. Die ehrenamtlichen Lesefreundinnen und Lesefreunde werden im dialogischen Lesen geschult und durch Erfahrungsaustausch und Beratung unterstützt.

Download: Informationen zum Nürnberger Projekt 'Lesefreude durch Lesefreunde' . . . [96 KB]